GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Mon, 27 Sep 2021 00:34:32 +0200 Mon, 27 Sep 2021 00:34:32 +0200 TYPO3 EXT:news news-292 Thu, 16 Sep 2021 12:08:23 +0200 Herr Bachmann und seine Klasse https://gew-marburg.de/home/details/herr-bachmann-und-seine-klasse Start des preisgekrönten Films in Marburg. Das GEW-Interview mit Herrn Bachmann. Herr Bachmann und seine Klasse

Bei den 71. Internationalen Filmfestspielen in Berlin, der Berlinale 2021, erhielt der Dokumentarfilm „Herr Bachmann und seine Klasse“ einen Silbernen Bären als Auszeichnung.

Der Stadtallendorfer Lehrer und GEW-Kollege Dieter Bachmann wurde im Jahr 2017 von der Regisseurin Maria Speth ein halbes Jahr lang im Unterricht der Klasse 6b der Georg-Büchner-Gesamtschule begleitet. Daraus entstand ein mehr als drei Stunden langer Dokumentarfilm, der bei der diesjährigen Berlinale gezeigt wurde.

In 217 Minuten entsteht das Bild einer Klasse, deren Kinder aus mehr als zehn Nationen kommen, mit unterschiedlichsten Erfahrungen und Lebenswegen und das des Lehrers Bachmann, der seine Aufgabe darin sieht, ihnen ein zweites Zuhause zu geben, sie zu einer Gemeinschaft zu machen und ihnen zu zeigen, wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt sind.

Seit dem 16.09.2021 ist der Film in den Kinos gestartet.

Am 11.03.2021 trafen sich die Vertreter des Kreisvorstandes der GEW Marburg-Biedenkopf Uwe Lange und Timo Steinert zu einem Gespräch mit Dieter Bachmann über den Film, Schule und seine Arbeit als Lehrer, das hier in Auszügen wiedergegeben ist.

 

GEW: Dieter, was meinst Du ist der Grund für den großen Erfolg dieses Films bei der Jury und den Medien, „Die Zeit“ zum Beispiel spricht von einem „Hauch von Utopie“.

Dieter Bachmann: Das hat mit Schule gar nicht viel zu tun, das hat auch mit Herrn Bachmann nicht viel zu tun. Der Film ist mit sehr modernen Mitteln gemacht. Die Zusammenstellung der Ausschnitte von Maria Speth aus mehreren hundert Stunden Filmmaterial ist sehr gut komponiert. Sie hat aus dem Material eine Liebeserklärung an diese Kinder gemacht. Der Kameramann Reinhold Vorschneider gehört zu den renommiertesten in der Bundesrepublik. In seinen Aufnahmen sind die Kinder immer auf Augenhöhe. Mit Montagetechnik, Tontechnik und Kameraführung fällst Du so in die Bilder rein.

GEW: Neben den technischen und gestalterischen Gründen, die Du hier nennst, muss es doch aber auch etwas mit dem Inhalt zu tun haben? Schule ist ja eigentlich kein so interessantes Thema. Was ist Schule für Dich?

Dieter Bachmann: Dass Schule momentan so interessant ist, hat natürlich auch etwas mit dem Zeitpunkt zu tun. Es gibt Leute, die geben zur Zeit Liebeserklärungen an die Schule ab und das liegt nicht daran, dass sie Mathe vermissen, sondern weil ihnen dieser Ort sozialer Begegnung fehlt, dieser analoge Ort. In dieser Situation ist der Film erschienen. Und da kommt ein Lehrer, da kommt eine Klasse, die ein bisschen ungewöhnlich etwas gemacht haben, nämlich ein bisschen Wärme, ein bisschen Leben in die ganze Sache gebracht haben. Durch Corona hat Schule ein anderes Image bekommen und ich hab da was verwirklicht, wovon die Leute gerade träumen.

GEW: Wie, schätzt Du ein, hat der Film die Kinder verändert?

Dieter Bachmann: Ich hatte in der Klasse Kinder aus zwölf Nationen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen und Erfahrungen. Und dann kam das Besondere, das ganze Filmteam wurde Teil der Klasse. So Leute hatten die Kinder noch nicht kennengelernt, Künstler und ganz erfolgreich. Sie haben die Kinder geliebt und die Kinder sie. Und deswegen, das ist vielleicht auch ein Grund dafür, ist der Film auch so natürlich. Es soll noch ein Nachfilm gedreht werden, jetzt, vier Jahre später.

GEW: Wie würdest Du Dich als Lehrer sehen?

Dieter Bachmann: Am Anfang, nach dem Studium, hatte ich noch viele Illusionen. Ich habe meine Lehrerrolle nicht gefunden. Wir hatten die Ideen der Studentenbewegung im Kopf. Wir sind gegen die Autoritäten angerannt und haben es einfach umgedreht. Als ich dann nach meiner Ausbildung als Steinmetz, für die ich den Schuldienst wieder verlassen habe, erneut anfing, hatte ich eine Ahnung wie es geht.

GEW: Wo kam die Ahnung her?

Dieter Bachmann: Ich bin auf der Straße aufgewachsen, bin keinem Konflikt aus dem Weg gegangen und genau das habe ich dann in der Schule auch gemacht. Das war aber nicht leicht, fünf, sechs Jahre lang, da hatte ich nur einen Angestelltenvertrag, hatte ich das Gefühl, ich fliege raus. Letztendlich war es auch für mich die Frage, wie kann ich in die Schule gehen und meine Identität behalten.

Ich bin Gymnasiallehrer für Sport, Politik und Deutsch und habe auch für Mathe noch ein Referendariat für Haupt- und Realschule gemacht. Das war mir wichtig, so konnte ich sehr viele Stunden in einer Gruppe unterrichten.

GEW: Ist das wichtig, Identität?

Dieter Bachmann: Das Allerwichtigste, auch für die Schüler. Authentisch sein heißt auch, dass du dich immer wieder neuen Situationen aussetzt, zur Not scheiterst du mal.

Warum es mir im Wesentlichen geht, was man auch bei Corona lernt, Schule ist ein Lebensraum, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern der soziale Begegnung möglich macht und wir als Lehrer haben die Aufgabe das ernst zu nehmen und den Kindern Essen zu geben und Bewegung zu geben und die Möglichkeit zu malen und Kreativität zu ermöglichen, auch Freiräume zu ermöglichen. Das ist das Zentrale des Films.

GEW: Dieter, vielen Dank für das Gespräch.

 

 

Timo Steinert
GEW Kreisverband Marburg-Biedenkopf

 

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news-291 Tue, 07 Sep 2021 14:57:51 +0200 Tarif- und Besoldungsrunde 2021 https://gew-marburg.de/home/details/tarif-und-besoldungsrunde-2021 Fünf Prozent mehr Gehalt Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr

Gehalt für Beschäftigte des Landes Hessen

// In der letzten Augustwoche haben die DGB Gewerkschaften ihre Forderungen zur Tarif- und Besoldungs- runde 2021 mit dem Land Hessen festgelegt. Hauptforderung ist eine Gehaltssteigerung um fünf Prozent mit einer sozialen Komponente: In allen Entgeltgruppen und -stufen sollen die Monatsentgelte um mindestens 175 Euro steigen. Die Laufzeit der Entgelttabellen soll 12 Monate betragen. Hessen ist nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), dem Arbeitgeberverband aller anderen Bundesländer. Daher wird die hessische Tarifrunde unabhängig von der Tarifrunde bei der TdL geführt und liegt in diesem Jahr zeitlich vor der bundesweiten Tarifauseinandersetzung im Länderbereich. //

Vollständiger Artikel

Termine:
14. September 2021 | 16.00 bis 17.30 | Marburg| Mittelhessen| Anmeldung: bezirk@gew-mittelhessen.de

15. September 2021 | 16.00 bis 17.30| Frankfurt | Südhessen | Anmeldung: info@gew-frankfurt.de

16. September 2021 | 16.00 bis 17.30| Kassel | Nordhessen   | Anmeldung: bezirk@gew-nordhessen.de

 

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news-288 Sat, 01 May 2021 15:01:25 +0200 An die Sozialpädagogischen Fachkräfte, Personalratswahlen https://gew-marburg.de/home/details/an-die-sozialpaedagogischen-fachkraefte-personalratswahlen Aufruf zur Wahl in der Schule An die
Sozialpädagogischen Fachkräfte an Schulen in Marburg-Biedenkopf

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Pandemie hat viele Pläne durcheinander gebracht. So fanden im letzten Jahr auch keine „analogen“ Treffen für Sozialpädagogische Fachkräfte an Schulen in Marburg-Biedenkopf statt. Zu den anstehenden Personalratswahlen am 4. und 5. Mai möchten wir euch daher auf diesem Wege informieren:

Die Angestelltenvertretungen im Gesamtpersonalrat und im Hauptpersonalrat vertreten zum einen die Interessen der angestellten Lehrkräfte aber gleichermaßen auch die der in den letzten Jahren zahlenmäßig stark angestiegenen Berufsgruppe der Sozialpädagogischen Fachkräfte. Selbstverständlich haben alle Sozialpädagogischen Fachkräfte an Schulen das Wahlrecht für den Schulpersonalrat, den Gesamtpersonalrat auf der Ebene des Staatlichen Schulamts für den Kreis Marburg-Biedenkopf und den Hauptpersonalrat, der die Interessen aller hessischen Lehrkräfte und sozialpädagogischen Fachkräfte gegenüber dem Hessischen Kultusministerium vertritt.
An den Schulen wählen Beamte und Angestellte meist in gemeinsamer Wahl den Schulpersonalrat indem sie sich zwischen Personen entscheiden.
Bei der Listenwahl für den Gesamtpersonalrat und den Hauptpersonalrat wählen Beamte und Angestellte in getrennten Wahlgängen. Bei dieser Listenwahl ist es wichtig zu wissen, wer auf den konkurrierenden Listen kandidiert.
Für den Gesamtpersonalrat Marburg-Biedenkopf kandidieren auf dem Wahlvorschlag der GEW für die Gruppe der Angestellten folgende Kolleginnen und Kollegen:

  • Julia Eckes, UBUS-Fachkraft in der Sekundarstufe I
  • Michael Soika, Sozialpädagogische Fachkraft an einer Förderschule
  • Steffi Pohl, UBUS-Fachkraft an einer Grundschule
  • Lasse Dax, Sozialpädagogische Fachkraft an einer Förderschule
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news-286 Tue, 30 Mar 2021 18:21:00 +0200 Zur Verbeamtung von SozPäds, die in hessischen Schulen unterrichten https://gew-marburg.de/home/details/zur-verbeamtung-von-sozpaeds-die-in-hessischen-schulen-unterrichten Steter Tropfen ... Information | März 2021 In den Jahren 2017 und 2018 erreichten den Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) mehrere Anfragen zur Verbeamtung von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, die in hessischen Grundschulen, Förderstufen und Förderschulen eine Vorklasse unterrichten oder in einer Eingangsstufe oder im flexiblen Schulanfang arbeiten. Neu eingestellte Kolleginnen und Kollegen und Personalräte traten an die GEW heran, um zu klären, warum ihnen - anders als früher eingestellten Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen - eine Verbeamtung verweigert wurde.

Das HKM berief sich bei seiner Weigerung, neu eingestellte Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen zu verbeamten, auf die Tatsache, dass die bisherige Rechtsgrundlage, die Hessische Verordnung über die Beamten in Laufbahnen besonderer Fachrichtungen, 2014 mit Inkrafttreten einer neuen Hessischen Laufbahnverordnung (HLVO) formal außer Kraft gesetzt wurde. Die GEW griff das Thema im HPRLL auf und verwies darauf, dass die besonderen Befähigungsanforderungen für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen als Grundlage für eine Verbeamtung auch in die neue HLVO übernommen wurden. Das HKM sagte daraufhin zu, eine aus seiner Sicht bestehende Gesetzeslücke zu schließen, um wieder Verbeamtungen durchführen zu können.

Der HPRLL erinnerte in der Folgezeit immer wieder an diese Zusage. Dennoch musste er bis März 2021 auf die Mitteilung des HKM warten, dass jetzt endlich ein Referentenentwurf zur Änderung von §44 HLVO vorliegt, der noch im März ins Kabinett eingebracht werden soll. Damit soll "unterrichterteilenden Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen“ endlich wieder die Möglichkeit einer Einstellung als Beamtin oder Beamter in eine Laufbahn ohne Vorbereitungsdienst eröffnet werden. Der Gesetzentwurf muss danach noch im Landtag beschlossen werden. Ohne die Hartnäckigkeit der GEW-Mitglieder in HPRLL wäre dies nicht möglich gewesen.

Denise Kuhnt
Michael Soika
Angestelltenvertretung im Gesamtpersonalrat Marburg-Biedenkopf

 

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news-285 Mon, 01 Mar 2021 10:38:01 +0100 "Digitalpakt" Schule: Ausgeschlossen und abgehängt? https://gew-marburg.de/home/details/digitalpakt-schule-ausgeschlossen-und-abgehaengt Sozialpädagogische Fachkräfte an Schulen bekommen keine Endgeräte? Ein Kommentar von Annette Karsten für das Referat Sozialpädagogik und Frank Engelhardt für die Landesfachgruppe Sozialpädagogische Fachkräfte im Schuldienst in Hessen

Die Mittelzuweisung des Hessischen Kultusministerium (HKM), im Programm „Digitale Schule Hessen" (Digitalpakt) 2019 bis 2024 festgeschrieben, soll den kurzfristigen Bedarf an „schulgebundenen Geräten“ für Lehrkräfte decken. Lehrkräften sollen Leihgeräte für die Durchführung digitaler Unterrichtsformen im Präsenzunterricht und im Distanzlernen sowie für die Unterrichtsvor- und Unterrichtsnachbereitung zur Verfügung gestellt werden. Der Einsatz der „schulgebundenen Geräte“ sei nicht für allgemeine Verwaltungsaufgaben vorgesehen, sondern für den Einsatz im Unterricht, so die Aussagen des HKM an die Schulträger und Schulämter.

Uns wurde bekannt, dass bereits einzelne Schulträger mit Bedarfsabfragen begonnen haben. In diesen Bedarfsabfragen wurden jedoch die sozialpädagogischen Fachkräfte beim Anspruch auf ein „schulgebundenes Geräts“ ausgeschlossen. Die Begründung lautete, dass die Geräte für Lehrkräfte vorgesehen seien, die Unterricht vorbereiten und diesen auch abhalten würden. Einer aktuellen Aussage des HKM zur Folge sei eine „Priorisierung“ für die „schulgebundenen Geräte“ vorgenommen worden, die für den Einsatz im Unterricht vorgesehen sein. Der Nachsatz, wenn Geräte übrig blieben, könnten dann auch einige SozPäds welche bekommen, wirkt beschämend!

SozPäds haben einen Bildungs- und Erziehungsauftrag

Für SozPäds gelten die Dienstordnung und die Konferenzordnung und natürlich auch das Hessische Schulgesetz (HSchG). Sie arbeiten in multiprofessionellen Teams in allen Schulformen. Sie arbeiten in der inklusiven Beschulung.

  1. Sie sind im „Distanzlernen“ für Schülerinnen und Schüler fester und notwendiger Bestandteil des digitalen Unterrichtsgeschehens.
  2. SozPäds stehen seit dem ersten Lockdown in digitaler Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern der Risikogruppen in Kontakt (meist natürlich mit ihren privaten Geräten).
  3. SozPäds bereiten Fördereinheiten für einzelne Schülerinnen und Schüler vor und führen diese digital durch.
  4. SozPäds eröffnen Schülerinnen und Schülern eine Möglichkeit bei persönlicher sozial-emotionaler Schräglage, ausgelöst durch die Corona-Krise mit Merkmalen der Isolation und Deprivation, auch digital mit vertrauten Personen Kontakt aufzunehmen.

Allein dieser kleine Ausschnitt der unterrichtsbegleitenden Tätigkeiten im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrags der SozPäds kann wohl kaum als „verwaltungsbezogene Funktion“ bezeichnbet werden, wie es im Text der Verwaltungsvorschrift zur Umsetzung des "Digitalpakts" heißt.

Mit dem Ausschluss der SozPäds werden unterrichtsbegleitende Prozesse in allen Schulformen zunichte gemacht, der bestehende Kontakt zu Schülerinnen und Schüler in der inklusiven Beschulung abgeschnitten und somit beendet, ihr sozialpädagogischer Auftrag vom multiprofessionellen Team abgespalten. Den Sozialpädagogischen Fachkräften wird eine Absage an ihren pädagogischen Auftrags erteilt und es wird ihnen die Arbeitsgrundlage entzogen. Ihrer Profession wird der Bildungs- und Erziehungsauftrag entzogen!

Oder geht das HKM davon aus, dass SozPäds ein privates Gerät für ihren unterrichtsbegleitenden Bildungs- und Erziehungsauftrag mit den Schülerinnen und Schülern nutzen sollen? Während die Kolleginnen und Kollegen das „schulgebundene Gerät“ nutzen!

Weitere Aspekte des Abhängens offenbaren sich

Corona bedingt werden die meisten Konferenzen, Teamsitzungen, kollegiale Fallbesprechungen, innerdisziplinäre und interdisziplinäre Beratungen und Besprechungen in den Schulen digital über unterschiedliche Plattformen und Anbietern vom Schulleiter einberufen und abgehalten. Je nach Inzidenzlage sogar wird dies als Dienstanweisung ausgegeben, um die Durchmischung von Personen und damit die Verbreitung des Virus zu minimieren.

Nach dem Vorhaben des HKM, den Anspruch auf ein „schulgebundenes Gerät“ den SozPäds nicht zu gewähren, können diese ihre Dienstpflichten nicht mehr leisten.

Oder geht unser Dienstherr auch hier davon aus, dass wir SozPäds private Endgeräte für diese Dienstpflicht nutzen sollen, mit der Option, dass die Endgeräte immer auf dem technisch neuesten Stand und natürlich datenschutzkonform sein sollen? Wer finanziert uns das?

Das Land hat 71.000 E-Mail-Adressen für Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte für den sicheren E-Mail-Verkehr finanziert, der zum nächsten Schuljahr eine verpflichtende Nutzung beinhaltet. Mit welchem Endgerät sollen SozPäds dieser Dienstpflicht nachkommen?

Wir können alle davon ausgehen, dass die Corona-Pandemie unsere Gesellschaft noch lange begleiten und sowohl das Lernen, als auch die pädagogischen Prozesse beeinflussen wird. Wir können davon ausgehen, dass es immer wieder zum „Distanzlernen“ für Schülerinnen und Schüler kommen wird. Und in diesen Fällen wird dann unterrichtsbegleitende Arbeit und sozialpädagogische Arbeit nicht möglich sein. Wir SozPäds fordern das HKM auf, dies nicht zuzulassen.

Wir SozPäds fordern Kultusminister Lorz auf, die von ihm ins Leben gerufene Idee und geschaffene Ressource der sozialpädagogischen unterrichtsbegleitenden Unterstützung an Hessischen Schulen nicht an die Wand fahren zu lassen – Schülerinnen und Schüler brauchen SozPäds auch im Distanzlernen!

Wir SozPäds fordern unseren Arbeitgeber, das Land Hessen auf, uns SozPäds nicht abzuhängen!

Alle SozPäds, die schon länger im Schuldienst sind, haben noch nie eine derartige Ausgrenzung und ein Außerachtlassen ihrer Profession und Arbeit erlebt!

SozPäds dürfen vom DigitalPakt Schule nicht abgehängt werden!

Bild: tianyi-ma, unsplash.com
Quelle: gew-hessen.de

 

 

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news-284 Wed, 18 Nov 2020 19:22:48 +0100 A 13 für alle - die Würfel müssen endlich fallen! https://gew-marburg.de/home/details/a-13-fuer-alle-die-wuerfel-muessen-endlich-fallen Ein Virus mag die Gegebenheiten vorgeben, wie der Protest aussehen kann, aber er ändert an der der Forderung nichts. Ein Virus mag die Gegebenheiten vorgeben, wie der Protest aussehen kann, aber er ändert an der der Forderung nichts. Noch immer werden Grundschullehrkräfte in Hessen schlechter bezahlt als ihre Kolleg*innen in allen anderen Schulformen. Es wird allerhöchste Zeit, dass Hessen endlich nachzieht und alle Lehrkräfte nach  A13 bezahlt!

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Aktuell
news-282 Tue, 10 Nov 2020 22:07:49 +0100 Unterricht im Wechselmodell https://gew-marburg.de/home/details/gew-marburg-biedenkopf-fordert-unterricht-im-wechselmodell Forderung der GEW Marburg-Biedenkopf Pressemitteilung, 10.11.2020 Der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert, dass im gesamten Landkreis im Wechsel von Präsenz und Distanz unterrichtet wird (sogenanntes Wechselmodell) – dieser Schritt ist überfällig.

De rLandkreis Marburg-Biedenkopf hält sich seit Tagen auf einem Inzidenzwert von über 200 und ist damit in Hessen einer der Landkreise mit den meisten Corona-Neuinfektionen. Trotzdem folgt man nicht den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, das bereits ab einer Inzidenz von 50 nicht nur das Tragen von Masken im Unterricht empfiehlt, sondern auch die Verkleinerung der Lerngruppen durch Teilen oder Wechselunterricht. Hessische Landkreise mit einer geringeren Inzidenz als Marburg-Biedenkopf, z. B. Groß-Gerau, Main-Kinzig und Bergstraße, unterrichten hingegen ab sofort nach dem Wechselmodell.

Die hohen und steigenden Infektionszahlen und immer mehr Coronafälle in den Schulen haben eine Situation geschaffen, die von vielen Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern als sehr belastend empfunden wird. Der GEW-Kreisverband Marburg-Biedenkopf fordert die politisch Verantwortlichen beim Landkreis und in der Stadt Marburg auf, endlich ihrer Verantwortung gerecht zu werden und einen Unterricht aus Präsenz und Distanz zu verfügen.

Das Leitungsteam

des GEW Kreisverbandes Marburg Biedenkopf

PM

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news-283 Wed, 04 Nov 2020 17:14:00 +0100 Die Arbeit der Personalvertretungen in den Schulen https://gew-marburg.de/home/details/die-arbeit-der-personalvertretungen-in-den-schulen Alle vier Jahre wählen die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in Hessen ihre Personalvertretungen. Auch in Hessens Schulen werden diese Personalräte gewählt. Wahlverfahren, Zusammensetzung der Personalräte und vor allem ihre Aufgaben, Rechte und Pflichten sind im Hessischen Personalvertretungsgesetz – kurz HPVG – geregelt. Alle vier Jahre wählen die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in Hessen ihre Personalvertretungen. Auch in Hessens Schulen werden diese Personalräte gewählt. Wahlverfahren, Zusammensetzung der Personalräte und vor allem ihre Aufgaben, Rechte und Pflichten sind im Hessischen Personalvertretungsgesetz – kurz HPVG – geregelt.

Jede Schule, die eine eigenständige Dienststelle darstellt und mindestens fünf Wahlberechtigte hat, wählt einen eigenen Personalrat. Je nach Größe der Schule variiert auch die Größe der Personalräte und diese können aus einer oder mehreren Personen bestehen (HPVG, § 12). Geschlechterverteilung und Gruppenzugehörigkeit – z.B. verbeamtet oder angestellt – in einer Dienststelle müssen entsprechend ihres Anteils auch im Personalrat berücksichtigt sein (HPVG, § 13)

Die Aufgaben der Personalräte

Die Schulpersonalräte vertreten die Interessen der Landesbeschäftigten in den Schulen. Sie treffen sich dazu regelmäßig – meist einmal pro Monat, bei Bedarf aber auch häufiger – mit der Dienststellenleitung und besprechen alle anstehenden Fragen. Wichtiges Grundprinzip der Arbeit der Personalräte ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Dienststelle: „Dienststelle und Personalrat arbeiten vertrauensvoll und im Zusammenwirken mit den in den Dienststellen vertretenen Gewerkschaften und Arbeitgebervereinigungen zur Erfüllung der dienstlichen Aufgaben und zum Wohle der Beschäftigten zusammen.“ (HPVG, § 60)

Zu den allgemeinen Aufgaben des Personalrates zählt es, auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, die zu Gunsten der Beschäftigten existieren, zu achten sowie darüber zu wachen, „..., dass jede Benachteiligung von Personen aus Gründen ihrer Rasse oder wegen ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Abstammung oder sonstigen Herkunft, ihrer Nationalität, ihrer Religion oder Weltanschauung, ihrer Behinderung, ihres Alters, ihrer politischen oder gewerkschaftlichen Betätigung oder Einstellung, ihres Geschlechts oder wegen ihrer sexuellen Identität unterbleibt.“ (HPVG, § 61)

Dem Personalrat stehen in vielen Angelegenheiten Mitbestimmungs- oder Mitwirkungsrechte zu. So unterliegen z. B. die Einstellung, Beförderung, Versetzung und Abordnung von Beamtinnen und Beamten sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Mitbestimmung des Personalrates (HPVG, § 77).

Aber auch bei sozialen Belangen der Beschäftigten bestimmt der Personalrat mit. Zum Beispiel bei Maßnahmen zur Ausgestaltung des Arbeitsplatzes, Arbeitszeit und Pausenreglungen, der Bestellung und Abberufung von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Datenschutz- und Sicherheitsbeauftragten, Vertrauens- und Betriebsärzten (HPVG, § 74) und grundsätzlich beim Arbeitsschutz (HPVG, § 76).

Die Personalräte üben ihre Funktion während der Arbeitszeit allerdings außerhalb der Unterrichtszeit aus und erhalten dafür eine Stundenentlastung. Sie unterliegen in allen personenbezogenen Angelegenheiten der Schweigepflicht. Die Kosten für die Arbeit der Personalräte übernimmt das Land.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Die örtlichen Schulpersonalräte sind in allen Angelegenheiten der Beschäftigten die erste Anlaufstelle in den Schulen.

Die Personalversammlung

Mindestens einmal pro Jahr legen die Personalräte in einer Personalversammlung Rechenschaft über ihre Tätigkeit ab.

Die Personalversammlung kann aber auch zu speziellen Themen durchgeführt werden, einberufen vom Schulpersonalrat oder mindestens einem Viertel der Wahlberechtigten in der Dienststelle. Die Personalversammlung kann Beschlüsse fassen und damit auf die Personalratsarbeit einwirken. (HPVG, § 45)

Der Gesamtpersonalrat

Der Gesamtpersonalrat ist die Interessensvertretung der Beschäftigten auf Schulamtsebene. Er wird aktiv, wenn Angelegenheiten, die mehrere Schulen gemeinsam betreffen, zu regeln sind. Der Gesamtpersonalrat wird z.B. beteiligt bei allen Versetzungen und Abordnungen zwischen den Schulen. Er ist aber als Mitwirkungsorgan auch bei der Besetzung von stellvertretenden Schulleitungsstellen beteiligt.

Der Gesamtpersonalrat reagiert ebenfalls auf Entscheidungen und Verfügungen des Schulamtes und steht den örtlichen Schulpersonalräten als Beratungs- und Unterstützungsorgan zur Verfügung. Er ist zu beteiligen bei Maßnahmen, die für die Beschäftigten mehrerer Dienststellen von allgemeiner Bedeutung sind (HPVG, § 91). Der Gesamtpersonalrat führt in regelmäßigen Abständen ein Gespräch mit der Leitung des Schulamtes durch.

Der Hauptpersonalrat

Der Hauptpersonalrat ist die Interessensvertretung der Beschäftigten des Landes beim Hessischen Kultusministerium. Er ist bei allen Erlassen und Verordnungen des Landes, die die Beschäftigten in den Schulen betreffen, zu beteiligen.
Der Hauptpersonalrat kann aber als sogenannte Stufenvertretung (HPVG, § 50 + 91) auch eingeschaltet werden, wenn es zwischen örtlichen Schulpersonalrat und Dienststelle in einer Angelegenheit zu keiner Einigung gekommen ist.
Auch der Hauptpersonalrat führt in regelmäßigen Abständen ein Gespräch mit der Dienststellenleitung durch.

Timo Steinert
stv. Gesamtpersonalratsvorsitzender MR/BID

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Aktuell
news-275 Tue, 03 Nov 2020 17:43:29 +0100 Petition: „Hessen braucht ein Konzept für den Unterricht unter Pandemiebedingungen" https://gew-marburg.de/home/details/zur-petition-hessen-braucht-ein-konzept-fuer-den-unterricht-unter-pandemiebedingungen Zur Petition

Pressemitteilung 02.11.2020 der des Landesverbandes zur Pandemielage

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Termin Aktuell
news-274 Mon, 26 Oct 2020 16:32:38 +0100 PE zum Tod des französischen Lehrers Samuel Paty https://gew-marburg.de/home/details/pe-zum-tod-des-franzoesischen-lehrers-samuel-paty Presseerklärung des GEW-Kreisvorstandes des Kreisverbands Marburg-Biedenkopf zur Ermordung des französischen Geschichtslehrers Samuel Paty Wir schließen uns den Worten unseres Bundespräsidenten Steinmeyer an, der am 20.10.2020 dem französischen Präsidenten Macron u.a. schrieb: "Dass ein Lehrer aufgrund seines Unterrichts über die Meinungs- und Pressefreiheit ins Fadenkreuz von Extremisten gerät und Opfer einer solch abscheulichen Gewalttat wird, ist in höchstem Maße verstörend und rührt an den Grundfesten unserer freiheitlichen Gesellschaften. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden und Tagen bei den Angehörigen des Opfers, bei seinen Schülerinnen und Schülern und bei allen Lehrerinnen und Lehrern der Französischen Republik." (zit. nachhttps://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/10/201020- Schreiben-Macron.html)

Wir stellen mit großer Besorgnis fest, dass die Idee, mit einer derartigen Tat Angst und Schrecken zu verbreiten, durchaus nicht wirkungslos bleibt, und zwar über die Grenzen Frankreichs hinaus. Gesellschaftlich hilft gegen das Angstmachen und das Angsthaben nur die gemeinsame Aktivität, das Gespräch, die Stellungnahme, die Debatte, der Protest, niemals das Stillschweigen.

Während der Trauerfeier am letzten Mittwoch in der Sorbonne in Paris sagte Präsident Macron: „Die Islamisten haben ihn getötet, denn sie wollen unsere Zukunft. Doch mit ruhigen Helden wie ihm werden sie diese nie haben“, und er führte weiter aus, Samuel Paty sei ermordet worden, „weil er sich für die Lehre entschieden hatte, weil er jungen Leute Pflichten und Freiheiten lehrte“. [......] Er lehrte den Respekt vor den anderen, die Größe des Denkens, der Zivilisation und auch die Toleranz. Auch den Koran habe er gelesen. (zit. nach https://www.faz.net/2.1677/)

Wir schlagen vor, dass in den Schulen und Bildungsinstitutionen jenseits der Grundschulen am Freitag, den 30.10. und danach in einem Monat in einer Schweigeminute unseres französischen Kollegen Samuel Paty gedacht wird. Wir fordern die Leitungen dieser Bildungsinstitutionen auf, die Organisation in die Hand zu nehmen.

Der Kreisvorstand des GEW Kreisverbands Marburg-Biedenkopf am 24.10.2020

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