GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Fri, 12 Aug 2022 11:08:22 +0200 Fri, 12 Aug 2022 11:08:22 +0200 TYPO3 EXT:news news-311 Wed, 15 Jun 2022 09:39:54 +0200 Tischlein deck dich! https://gew-marburg.de/home/details/tischlein-deck-dich Politische Arbeit auf Marburger Asphalt am 5. Juni 2022 In enger Nachbarschaft mit dem DGB betreuten etliche Mitglieder des Kreisverbandes am Pfingstsonntag den Tisch der GEW auf der Marburger Stadtautobahn, die für das Großevent „Marburg 800 – Marburg deckt den Tisch“ zu einer über zwei Kilometer langen Flaniermeile umfunktioniert worden war. Auch der Kreisverband der GEW beteiligte sich aktiv an diesem Event und bot eine Malaktion, die mit Gesprächen verknüpft werden konnte, an. Darüber hinaus verteilten die GEW-Mitglieder an Interessierte Informationsmaterial und viele, viele Luftballons.

Das Angebot wurde sehr gut angenommen: Von 11 bis 18 Uhr brachten Kindergarten- und Schulkinder aber auch Jugendliche mit Pinseln, Farben und Stiften ihre Ideen zum Thema „Meine Wunschschule“ auf ein großes Tuch. Dieses hängt nun zur Ansicht in unserer Geschäftsstelle und wird uns daran erinnern, welche Themen wir als Gewerkschaft im Blick behalten sollten.  

Manche Besucher beschrieben Zettel mit ihren Wünschen für eine zukunftsfähige Schule und warfen diese in einen eigens dafür umgebauten „Wunschbriefkasten“. Am Rande der Malaktion ließen sich Eltern, Großeltern, Lehrkräfte, Sozialpädagog:innen und UBUS-Kräfte auf Gespräche ein und formulierten ihre Sicht auf unser Bildungssystem oder erzählten von ihren eigenen Erfahrungen, die sie an Marburger Schulen, in Marburgs Umland oder sogar in anderen Bundesländern gemacht hatten.

Trotz angekündigtem Gewitter blieb das Wetter die meiste Zeit stabil. Erst im letzten Drittel entließ der Himmel ein paar Schauer, die dann auch zum Aufbruch zwangen.

Es war eine gelungene Aktion, an die wir gern zurückdenken werden.

(Marylin Prange für den Kreisverband Marburg-Biedenkopf, 13.06.22)

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news-309 Mon, 16 May 2022 12:39:55 +0200 Testament und Erbschaft - Wie mache ich es richtig? https://gew-marburg.de/home/details/testament-und-erbschaft-wie-mache-ich-es-richtig Informationsveranstaltung der PG Seniorinnen und Senioren mit Rechtsanwalt Erik Spielmann Dienstag, 14.06.2022

15:00 - 17:00

Bürgerhaus Kleinlinden

Anmeldungen per E-Mail, Post, Fax oder Telefon an:

Bezirksverband Mittelhessen

Schwanallee 27-31
35037 Marburg

06421–952395

06421–952396
bezirk@gew-mittelhessen.de

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news-308 Mon, 16 May 2022 12:32:15 +0200 Warnstreik in Marburg https://gew-marburg.de/home/details/warnstreik-in-marburg Einige Hundert Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich am 11. Mai 2022 Bei dem Warnstreik im Sozial- und Erziehungsdienst am 11. Mai 2022 beteiligten sich in Marburg einige Hundert Kolleginnen und Kollegen aus Mittelhessen, darunter auch Mitglieder der GEW. Das Foto zeigt Beschäftigte der Marburger Kita in der Erfurter Straße.

Den Kolleginnen dort geht es vor allem um bessere Arbeitsbedingungen, die wegen fehlender Fachkräfte und der Corona-Pandemie in der Vergangenheit schlecht gewesen seien. Die Stimmung war bei sonnigem Wetter sehr gut und kämpferisch. Die Kolleginnen und Kollegen sind bereit, den Arbeitskampf fortzuführen, wenn bei den Verhandlungen Anfang nächster Woche kein akzeptables Angebot seitens der

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news-307 Mon, 02 May 2022 11:16:41 +0200 GeMAInsam Zukunft gestalten https://gew-marburg.de/home/details/gemainsam-zukunft-gestalten Maidemonstration des DGB in Marburg Nach 2 Jahren Corona-Pause waren wir gemeinsam mit 500 Kolleg:innen aus den Schwestergewerkschaften wieder auf der Straße, um unter dem Motto "GeMAInsam Zukunft gestalten" ein starkes Zeichen für eine gerechte Zukunft der (Arbeits-)Welt zu setzen.

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news-306 Mon, 25 Apr 2022 14:20:58 +0200 01. Mai in Marburg https://gew-marburg.de/home/details/01-mai-in-marburg Kulturveranstaltung, Demonstration und Familienfest Sa., 30. April 2022, 18 Uhr, Waggonhalle: Kulturveranstaltung „Fatal ist mir das Lumpenpack“. Eine literarisch-musikalische Hommage an Heinrich Heine von Matthias Almstedt und Christian Gömpel. Weitere Informationen hier!

 

So., 1. Mai 2022:

10 Uhr, Deserteursdenkmal: Begrüßung und Auftakt durch eine Demonstration
12 Uhr, Marktplatz Marburg: Kundgebung mit anschließendem Familienfest

Programm:

Redebeiträge:

  • Michael Rudolph, Vorsitzender DGB-Bezirk Hessen-Thüringen
  • Saskia Teepe, Gewerkschaftssekretärin ver.di Mittelhessen zur Tarifrunde Sozial- und Erziehungsdienst
  • Grußwort vom Oberbürgermeister der Universitätsstadt Marburg Herrn Thomas Spies
  • Weitere Berichte aus Betrieb und Tarif

Livemusik:

  • Bang-Haus-Swing-Combo

Speisen und Getränke sowie Infostände der Gewerkschaften und befreundeter Organisationen und Kinderprogramm

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news-305 Tue, 29 Mar 2022 22:30:46 +0200 Nationalismus schürt Gewalt, Solidarität sichert Menschenrechte https://gew-marburg.de/home/details/nationalismus-schuert-gewalt-solidaritaet-sichert-menschenrechte Leserbrief von Dr. Kurt Bunke zur unausgewogenen reißerischen lokalen Presse Der OP war es eine Meldung auf der ersten Seite wert: Zwei besoffene Männer russischer Herkunft beleidigen geflüchtete ukrainische Frauen und schlagen einer ins Gesicht. Weite- re Nachrichten haben es noch nicht bis in die Zeitung geschafft: die Fensterscheibe eines russischen Geschäfts wird eingeworfen und russischstämmige Schülerinnen und Schüler berichten im Unterricht über Beleidigung und Bedrohung. Solchen Vorfällen müssen wir mit den Mitteln des Strafrechts und des besseren Arguments entschlossen entgegentre- ten. Ansonsten holen wir uns die hässliche Fratze des Krieges in unsere eigene Nachbar- schaft.

Allerdings gehört auch das zur Wahrheit: ohne die aktive humanitäre Hilfe russischsprachi- ger Mitbürger könnten wir den geflüchteten Menschen aus der Ukraine in unseren Städten und Dörfern nicht wirksam helfen. Sie dolmetschen beim Umgang mit Behörden, Schulen, Kitas und Ärzten. Sie helfen Vermieterinnen und Vermietern, die Sprachbarriere zu den Geflüchteten zu überwinden. Sie übersetzen Informationen von Kommunen und humanitä- ren Initiativen. Das gilt auch für ehemalige Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und anderen Kriegs- und Krisengebieten. In Cölbe dürfen wir erleben, dass sie uns mit Spenden und Taten bei der Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge engagiert unterstützen. Nationale Gegen- sätze sind zum Überwinden da, nicht zum Schüren. Nur so setzen wir Menschenrechte durch.

Dr. Kurt Bunke
Vorsitzender des Cölber Arbeitskreises Flüchtlinge e. V. Am Lohberg 5
35091 Cölbe

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news-300 Mon, 07 Mar 2022 13:39:14 +0100 Streikaktionen in Hessen https://gew-marburg.de/home/details/streikaktionen-in-hessen Tarifrunde Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) Wir rufen unsere Mitglieder zur Teilnahme an den Streikaktionen am 8. März auf! Gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di kämpfen wir für die gerechte Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Die Arbeitgeber gingen in der ersten Verhandlungsrunde nicht auf unsere Forderungen ein. „Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst haben sich eine bessere Bezahlung und Entlastungen verdient“, so Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen.

Die Beschäftigten müssen seit dem Beginn der Pandemie unter schwierigsten Bedingungen arbeiten und werden dafür weder besser entlohnt, noch ausreichend unterstützt. Wir rufen daher alle Kolleginnen und Kollegen auf am 8. März an den unterschiedlichen Orten an den Streikaktionen teilzunehmen. Die Streikerfassung findet Online statt, bitten melden Sie sich dafür hier an (ab Montagabend, 7.3 für 48 Stunden online).

Streikaktionen:

  • Offenbach | Rathaus 9 Uhr
  • Gießen | Kirchenplatz 9.30 Uhr; Berliner Platz 17.30 Uhr
  • Marburg | Erwin Piscator Haus 9.30 Uhr
  • Kassel | Streikfrühstück GEW-Büro 9 Uhr; Rathaus 10 Uhr; Bahnhof 17 - 19.30 Uhr
  • Frankfurt | Aktionen in der gesamten Innenstadt ab 13 Uhr; Demo DGB-Haus 15 Uhr; Römer Abschlusskundgebung 16.30 bietet sich ebenfalls für Kolleg:innen der Freien Träger an.
  • Darmstadt | Kundgebung Ludwigsplatz 14 Uhr; Demo Friedensplatz 15 Uhr -> Treffen am GEW-Büro 14.30 Uhr, Gagernstraße

Tarifinfo Nr.1

Elternbrief

Aktionsseite SuE-Runde

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news-299 Thu, 17 Feb 2022 16:39:21 +0100 Landesausländerbeirat gedenkt der Opfer des Anschlages von Hanau https://gew-marburg.de/home/details/landesauslaenderbeirat-gedenkt-der-opfer-des-anschlages-von-hanau Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen 15. Februar 2022 Pressemitteilung Die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen - Landesausländerbeirat (agah-LAB) beteiligt sich an dem Gedenken an die Opfer des Anschlags in Hanau vom 19. Februar 2020. Bei dem rechtsextremen Terrorakt wurden eine Bürgerin und acht Bürger mit familiärer Migrationsgeschichte ermordet.

Zum zweiten Jahresgedenktag möchte der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat (BZI) mit seinen Mitgliedern, Netzwerken und zivilgesellschaftlichen Organisationen durch diverse Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten von Samstag, 19. Februar, bis voraussichtlich Sonntag, 27. Februar, an den Anschlag erinnern und zum Widerstand gegen Rassismus und rechte Gewalt aufrufen. Damit soll auch dem Anliegen der Angehörigen gefolgt werden, die in den sozialen Medien Pandemie bedingt um dezentrale Aktionen bitten, um der Opfer zu gedenken und Solidarität mit ihnen auszudrücken. In der Landeshauptstadt Wiesbaden werden am Samstag, 19. Februar, ab 19 Uhr in einer Lichtprojektion die Porträts der Opfer mit Schriftzügen und Botschaften zum Attentat auf eine Leinwand am Rathaus (Dern'sches Gelände) projiziert. Träger der Aktion sind der BZI, die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen - Landesausländerbeirat und der Ausländerbeirat Wiesbaden. Als Schirmherr tritt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende auf.

Oberbürgermeister Mende: „Nicht zuletzt aufgrund der räumlichen Nähe zwischen unseren Städten hat uns dieser Anschlag auch in Wiesbaden traurig, bestürzt und fassungslos gemacht. Wir gedenken heute den ermordeten Menschen – und sind in Gedanken bei ihren Familien. Rechte Gewalt und Antisemitismus scheinen in Teilen unserer Gesellschaft wieder hoffähig zu sein. Aber für Hass und Hetze darf in diesem Land kein Platz sein. Wir Deutschen tragen - mehr noch als alle anderen Nationen - die Verpflichtung in uns, eine Rückkehr von Intoleranz, Hass und Gewalt mit allen Kräften zu verhindern. Und eines möchte ich betonen: die Landeshauptstadt Wiesbaden steht fest und unverrückbar im Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und rechte Gewalt.“

Enis Gülegen, Landesvorsitzender der agah-LAB: „Hanau ist leider ein weiterer trauriger Höhepunkt in der langen Kette rassistischer Morde an Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund. Wir verkennen auch zwei Jahre danach die Zusammenhänge. Wir nehmen Rassismus nur dann wahr, wenn er Menschenleben gekostet hat. Wir ignorieren, dass diese Morde eine Legitimationsebene haben. Denn wer akzeptiert, dass Menschen im Arbeitsleben, auf dem Wohnungsmarkt, in der Schule, überall im Alltag diskriminiert, anders behandelt, benachteiligt werden, liefert die Legitimation für rassistische Übergriffe. In der letzten Konsequenz kosten diese verbrecherischen Taten Menschenleben. Wenn wir nicht mit aller Kraft das Grundübel, die Diskriminierung und Andersbehandlung bekämpfen, werden wir bald die nächsten Morde zu beklagen haben. Dann wird es ein anderer Ortsname sein, mit dem wir das Undenkbare, das Unmenschliche, das Verbrecherische verbinden. Diese traurige Gewissheit ist auch das Furchtbare an den Morden in Hanau zwei Jahre danach.“

Ibrahim Kızılgöz, Vorsitzender des Ausländerbeirats Wiesbaden: „Der Täter gab seinen Opfern nach Äußerlichkeiten einen Namen: Fremd. Genau dieser Gedanke gegen das ‚Fremde‘ darf unter uns nicht Oberhand gewinnen. Auch wenn der rassistische Anschlag in Hanau tiefe Gräben hinterlassen hat, ist es stets unsere Aufgabe zu reflektieren, welche menschenverachtenden Folgen diese Art der Denke haben kann. Wir dürfen es nicht zulassen, dass Haut-, Haarfarbe oder Name Kriterien für gesellschaftliche Akzeptanz und Teilhabe sind. Umso wichtiger ist es, antirassistische Bildungsarbeit und Empowerment-Initiativen von Black and People of Colour (BPoC) stärker zu unterstützen. Der Ausländerbeirat Wiesbaden setzt die Idee der Vielfalt mit innerlicher Überzeugung für eine friedliche Stadtgesellschaft fort: Für Vielfalt der Kulturen, für Glaubensvielfalt, für Vielfalt individueller Lebensweisen, für Menschlichkeit und Solidarität, für Demokratie, für Walter Lübcke, für Hanau!“

Gemeinsam mit dem Wiesbadener Ausländerbeirat werden die Omas gegen Rechts Wiesbaden am Samstag, 19. Februar, ab 17 Uhr eine Mahnwache auf dem Luisenplatz abhalten. Im Anschluss begeben sie sich zum Dern'schen Gelände, um an der Lichtprojektion teilzunehmen und die Veranstaltung mit ihrer Anwesenheit zu unterstützen.

Die agah-LAB ist der Dachverband von über 80 gewählten kommunalen Ausländerbeiräten in Hessen. Zu ihren Aufgaben gehören u.a. die politische Interessenvertretung von Menschen mit Migrationsgeschichte auf Landesebene, die Koordination und Unterstützung der Arbeit der kommunalen Ausländerbeiräte und der Einsatz für mehr Chancengleichheit, gegen Diskriminierung und Rassismus.

Initative 19. Februar Hanau

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news-298 Thu, 03 Feb 2022 14:49:17 +0100 2 Jahre rassistischer Anschlag von Hanau https://gew-marburg.de/home/details/2-jahre-rassistischer-anschlag-von-hanau Gedenkveranstaltung in Marburg 19. Februar 14:00 Friedrichsplatz 2 Jahre Hanau – noch immer keine Aufklärung
Vor zwei Jahren wurden in Hanau neun Menschen durch einen rassistischen Anschlag ermordet:

Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi und Fatih Saraçoğlu.

Heute müssen wir immer noch zusehen, wie die Rechtsentwicklung voranschreitet - ganz vorne dabei sind Politiker*innen wie Maaßen, Seehofer, Höcke und Weidel. Statt sich gegen rassistisches Gedankengut zu stellen, aufzuklären und die sozialen Ursachen dahinter zu bekämpfen, verbreiten Medien wie die BILD und RTL Hass und Hetze, was zum Erstarken der Rechten, zu Rassismus und Menschenfeindlichkeit beiträgt. Auch die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, die staatlich untermauerten Repressionen des NSU 2.0, der Terror in Halle und der rechtsterroristische Anschlag in Hanau zeigen, dass rechte Attentate noch lange nicht der Vergangenheit angehören. Der NSU-Prozess hat die Fragezeichen um den NSU-Komplex nicht aufgelöst. Im Gegenteil: Die Theorie vom Tätertrio wurde starr beibehalten statt des gesamten Netzwerks dahinter zu durchleuchten. Im Zusammenhang mit Halle und Hanau wird erneut von Einzelfällen gesprochen. Das ist schon in Anbetracht der Häufigkeit von rechten Anschlägen absolut absurd und nicht hinnehmbar. Die versprochene Aufarbeitung und Unterstützung der Angehörigen durch die Behörden wurden nicht eingehalten. Fehlverhalten der Sicherheitskräfte, Schludrigkeit bei der Justiz und Polizei in den Ermittlungen reihen sich damit im roten Faden ein, die Nichterreichbarkeit des polizeilichen Notrufs, die verspätete Stürmung des Täterhauses, die Fragen nach der Rolle rassistischer SEK-Polizisten in Hanau bis hin zur verschlossenen Notausgangstür in der Tatnacht auf staatliche Anordnung wegen rassistisch begründeter "Fluchtgefahr" bei Razzien in Shisha-Bars. All dies ist Gegenstand im aktuell laufenden Untersuchungsausschuss zu Hanau, bei der die Versäumnisse der Sicherheitsbehörden adressiert werden sollen. Der Weg zum Untersuchungsausschuss, welcher die rassistischen Morde politisch aufarbeiten soll, wurde vor allem durch den Druck und durch das unermüdliche Kämpfen der Angehörigen der Opfer vorangetrieben. Hier fehlt es klar an Verantwortungsübernahme und staatlicher Unterstützung. Wir müssen Rassismus effektiv bekämpfen, auch in Marburg! Sei es im Betrieb, in der Schule, in der Uni oder im Stadtteil. Jedoch nicht losgelöst von gesellschaftlichen Entwicklungen, um die genauen Ursachen des Problems benennen zu können. Denn nur so können wir aufzeigen, dass nicht Menschen mit Migrationshintergrund oder Geflüchtete die Verantwortlichen des Problems sind, sondern die neoliberale Politik. Diese trägt dazu bei, dass arbeitende Menschen immer mehr in den Abgrund gezerrt werden und die rechten Parteien diesen Nährboden für sich nutzen, um noch weiter zu spalten. So ist es kein Zufall, dass häufig an den Lahntreppen mit repressive Polizeimitteln gehandelt wird. Deshalb ist es wichtig die sozialen und ökonomischen Probleme der Menschen in unserer Stadt Marburg aufzugreifen. Sei es die Wohnungsfrage, die Arbeitsbedingungen und schlechte Versorgung von Menschen im privatisierten Uniklinikum, die schwierigen Hürden um Bafög zu beziehen, sowie die schlechten Lehrbedingungen als Folge der Kürzungen an vielen Fachbereichen der Universität.

Das gemeinsame Kämpfe Früchte tragen können, dies haben wir am 1. Jahrestag bewiesen, mit der Enthüllung des Mahnmals „Memoria - für alle Opfer von rechtem Terror seit 1990“. Auch wenn das Mahnmal vom Stadtparlament offiziell anerkannt wurde, geht der politische Kampf hier noch weiter. Denn wir stehen noch immer dazu, der Friedrichsplatz ist der politisch geeignetste Ort für das Mahnmal und dafür werden wir weiterhin kämpfen. Darüber hinaus brauchen wir freie Entfaltungsmöglichkeiten der fortschrittlichen und demokratischen Kräfte in Marburg, die besonders in Zeiten der Pandemie immer weniger Betätigungsräume erhalten. Aus diesen Gründen rufen wir euch auf, an den Protestaktionen am 2. Jahrestag von Hanau teilzunehmen.

Kein Vergeben, kein Vergessen!


Auftaktkundgebung: Friedrichsplatz (Mahnmal-Memoria), 14:00 Uhr
Demonstrationszug zum Erwin-Piscator-Haus
 

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news-297 Wed, 19 Jan 2022 11:12:02 +0100 1000 Euro Corona-Sonderzahlung https://gew-marburg.de/home/details/1000-euro-corona-sonderzahlung Auszahlung der Verhandlungsergebnisse Die Corona-Sonderzahlung in Höhe von 1000 Euro wird für die verbeamteten Lehrkräfte im Feburar ausgezahlt. Für die Tarifbeschäftigten wird sie in zwei Schritten ausgezahlt, jeweils in Höhe von 500 Euro. Die erste Auszahlung kam mit den Bezügen für Dezember 2021 (also Ende Dezember) und die zweite Auszahlung kommt mit den Bezügen für März 2022 (Ende März). Die aktiven Beamtinnen und Beamten erhalten die Corona-Sonderzahlung, sofern ein Anspruch besteht, mit den Bezügen für Februar 2022 in einer einzigen Zahlung in Höhe von 1000 Euro, also gut einen Monat nach der ersten Teilzahlung für die Tarifbeschäftigten. Teilzeitkräfte bekommen eine anteilige Auszahlung überwiesen.

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